|
|
Project partners
Bucklov - Czech Republic
LAG Buchlov – Tschechische Republik
Die ländliche Mikroregion in der mährischen Slowakei am Fuße des Chřiby-Gebirges umfasst 13 Dörfer.
Die Mikroregion Buchlov bietet ein breit gefächertes Freizeitangebot: Sportaktivitäten vor der malerischen Kulisse des Naturparks Chřiby, traditionelle Folkloreveranstaltungen mit einer reichen Vergangenheit, die Entdeckung regelrecht mit der lokalen Landschaft verflochtener historischer Denkmäler oder aber die Besichtigung von Weinkellern mit einer Wein- und Spirituosenprobe, die die Besonderheit dieser Ortschaft unterstreicht.
Die Mikroregion Buchlov bietet ihren Besuchern hochwertige Dienstleistungen, Unterkünfte sowie eine breite Vielfalt verschiedenster Sehenswürdigkeiten.
Bitte folgen Sie unserer Einladung, und besuchen Sie unsere Region.
BURG BUCHLOV
Eine gotische Burg aus der Renaissance
Nationales Kulturdenkmal
Diese Burg kann als eine der ältesten Burgen in Mähren betrachtet werden. Die erste ausdrückliche Erwähnung findet sie im Jahre 1300. Allerdings wird davon ausgegangen, dass sie bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Die spätromanischen Architekturelemente der Burg weisen auf ihre alte Herkunft hin. Ursprünglich war diese Burg möglicherweise ein von zwei Türmen und einem Festungswall geschützter Burgpalast. Bis zum 14. Jahrhundert war die Burg monarchisches Eigentum, dann allerdings verlor sie an Bedeutung und wurde seit dem 15. Jahrhundert an verschiedene Besitzer verpfändet. Zu den wichtigen Eigentümern zählten die Herren von Zahrádka, die in den Neunziger Jahren des 15. Jahrhunderts den Nordflügel mit spätgotischen Erkern sowie mit dem Rittersaal erbaut haben. Seit 1511 befand sich die Burg in Adelsbesitz. Nach 1544 wurde unter Zástřizls ein weiterer Festungsring gebaut. Um die Wende zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert sind die Innenräumlichkeiten von Grund auf umgebaut worden. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg lediglich geringfügig verändert.
Bei den letzten Burgbesitzern handelt es sich um die Familie Berchtold. Am Ende des 19. Jahrhunderts hat sie in der Burg ein Museum eingerichtet und sie öffentlich zugänglich gemacht. Gelebt hat sie dort nicht mehr.
Gemeinsam mit der St. Barbara Kapelle auf der nahe gelegenen Modla-Anhöhe ist sie heute ein nationales Kulturdenkmal.
SCHLOSS BUCHLOVICE
Ein Barockschloss im italienischen Villenstil
Nationales Kulturdenkmal
Da sich der Lebensstil im Zuge des Barockzeitalters wandelte, eignete sich die nahe gelegene Burg Buchlov nicht mehr als fester Wohnsitz. Aus diesem Grunde ließ Jan Dětřich aus Petřvald in den Neunziger Jahren des 17. Jahrhunderts das Schloss Buchlovice erbauen. Beim Bau des Schlosses inspirierte man sich an den italienischen Villen im Einklang mit der Landschaft. Das Bauwerk besteht aus zwei unabhängigen halbrunden Gebäuden. Beim ersten handelt es sich um das so genannte untere Schloss zu Wohn- und Repräsentationszwecken. Dieses Gebäude war um das Jahr 1701 fertig gestellt worden. Die Innenräumlichkeiten sind mit Stuckarbeit (B. Fontana) und Gemälden dekoriert. Zwischen 1710 und 1738 wurde auf der gegenüberliegenden Seite des ersten Schlosses ein zweites Gebäude (das obere Schloss) zu landwirtschaftlichen Zwecken erbaut. Der Schlosspark wurde ursprünglich im italienischen Stil angelegt; späterhin wurde er dem französischen und englischen Stil angeglichen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden außerdem kleinere Anpassungen am Schloss vorgenommen. Das Schloss gilt als eine der reinsten Barockvillen im italienischen Stil in Mähren.
VELEHRAD
Velehrad zählt zu den wichtigsten Wallfahrtsorten in Mähren. Es ist eng mit der Kyrill- und Method-Tradition verknüpft. Aufgrund der Verehrung der slawischen Apostel, die gemeinsam mit dem Heiligen Benedikt Co-Schutzpatrone Europas sind, ragt die Bedeutung Velehrads über die Grenzen unseres Staates hinaus.
Archäologische Funde und historische Forschungen deuten darauf hin, dass das politische und administrative Zentrum des großmährischen Reichs sowie die Hauptstadt seines ersten Erzbischofs, des Heiligen Method, mit dem weitergefassten Gebiet von Uherské Hradiště, Staré Město und Umkreis und Velehrad in Verbindung gebracht werden können.
Die Anfänge des heutigen Velehrad gehen auf den Beginn des 13. Jahrhunderts zurück, als der mährische Markgraf Vladislav Jindřich das erste Zisterzienserkloster Mährens im romanischen Stil mit frühgotischen Einflüssen gegründet hat. In den Vierziger Jahren des 13. Jahrhunderts war der große Komplex gemeinsam mit der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt fertig gestellt worden.
Die prachtvollen Innenräumlichkeiten der Heiligen Stätte von Velehrad hinterlassen beim Besucher einen dauerhaften Eindruck. Am kostbarsten sind die barocken Altarbänke, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen.
Im Steinwerk, das während des Neuaufbaus im Barockzeitalter durch die Anhebung des Bodens der heutigen Kirche erzielt wurde, sind die Fundamente der ursprünglichen Kirche teilweise öffentlich zugänglich. Außerhalb der Basilika befindet sich die gotische Kapelle Cyrilka. Ihre Innenausstattung ist auf die östliche Liturgie mit einer Ikonostase vor dem Hauptaltar abgestimmt.
ARCHÄOLOGISCHES FREILICHTMUSEUM MODRÁ
Ein großartiger mährischer gefestigter Sitz aus dem 9. Jahrhundert im zentralen Marchgebiet
Das archäologische Freilichtmuseum Modrá – der großartige mährische Sitz im zentralen Marchgebiet – ist in der Nähe von Uherské Hradiště auf der Straße zwischen Staré Město und Velehrad gelegen. Es ist von großer Bedeutung, da es eine der wichtigsten Epochen unserer Landesgeschichte anschaulich erklärt. Das Freilichtmuseum führt seine Alltagsaktivitäten, d.h. Bildungsveranstaltungen, Programme, die Vorführung der Einschmelzung von Metallen, die Herstellung von Keramik sowie die Landwirtschaftsproduktion fort, und außerdem betreibt es anhaltend archäologische Forschungsarbeiten. Besuchen Sie uns, und erleben Sie unsere lange zurückliegende Vergangenheit.
In diesem im zentralen Marchgebiet gelegenen archäologischen Freilichtmuseum werden Kopien und in regelmäßigen Zeitabständen auch die Originale der Funde ausgestellt.
Der Komplex setzt sich aus dem Besucherrestaurant „Rybářská bašta“ und den eigentlichen Gebäuden des Freilichtmuseums zusammen: Wachtürmen, dem Haus des Grande, den Werkstätten der Handwerker, Landwirtschaftsgebäuden, Wohnbunkern, einem oberirdischen Haus, einem Getreidespeicher, einem Brunnen sowie dem Palisadenzaun des Komplexes.
Hier kommen nicht nur zahlreiche Touristen und Erwachsene, sondern auch Grundschüler auf ihre Kosten. Zu verdanken ist dies dem didaktischen Angebot des Museums sowie den Handwerkervorführungen auf dem gesamten Gelände.
In der Nähe des südlichen Außenbezirks des Dorfes Modrá befindet sich in der Ortschaft „Na Díle“ ein weiteres nationales Kulturdenkmal: Überreste der Steinkirche von Johannes dem Täufer aus der Zeit der Wende zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert. Daneben steht ihre Nachbildung, die ebenfalls zum Freilichtmuseum gehört und zahlreiche Velehrad-Touristen anlockt.
Museum für Tupesy-Keramik
In diesem Museum erwacht die Tradition des Töpferhandwerks – vor allem der Majolika – zu neuem Leben. Im 16. Jahrhundert erlebte es mit der Ankunft ausgebildeter Handwerker eine Blütezeit in der mährischen Slowakei. Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde die Herstellung von Majolika-Keramik in Tupesy in noch nie da gewesenem Maße ausgeweitet. Schließlich erinnert dieses Dorf ebenfalls an ein typisches Keramikmuster, die so genannte Tupesy-Rose, die die Keramikverzierung während vieler Generationen weiträumig beeinflusste. Dieses Ziermuster wird sowohl in seiner Originaldarstellung als auch in zahlreichen Varianten noch bis zum heutigen Tage verwendet. Mit der Ausstellung im Museum für Tupesy-Keramik möchten wir den alten Keramikermeistern die Ehre erweisen. Schließlich haben sie den Dutzenden Keramikwerkstätten, die noch heute vielerorts in Betrieb sind, ein wertvolles Erbe hinterlassen.
Das Museum für Tupesy-Keramik ist in einer ehemaligen Keramikwerkstatt im Dorfzentrum von Tupesy untergebracht. Es ist ein Originalwahrzeichen der Volksarchitektur, das als vorübergehende Ausstellung eingerichtet wurde, als Wirkungsstätte eines Töpfers, der über die Arbeit und das Leben dieser Handwerker um die Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert berichtet. Dazu gehören auch die Räumlichkeiten einer neuen Ausstellung über die Geschichte und Technologie der Majolika-Keramik in Tupesy. Über einen Innenhof, in dem Sommerworkshops und Sitzungen abgehalten werden, gelangt man in ein weiteres Gebäude, in dem gegenwärtig Denisa-Keramik produziert wird und einige Keramikobjekte ausgestellt sind.
Alle Gebäude sind darauf ausgerichtet, den an der Geschichte der Keramikherstellung interessierten Personen, Ausflüglern und Schulgruppen ein aufschlussreiches Erlebnis zu bieten. Zugleich fungieren sie ebenfalls als Alternativräumlichkeiten für Kulturveranstaltungen und Workshops. Künftig möchten wir dort ebenfalls Töpfereimessen oder verschiedene Fachversammlungen organisieren.
Wer sich ernsthaft für Töpferei interessiert, kann hier seinen eigenen Keramikgegenstand anfertigen oder ein Objekt verzieren.
Nach dem Brennvorgang im Ofen können Sie Ihr Objekt beispielsweise als persönlich erschaffenes und überaus originelles Geschenk mitnehmen.
Besuchen Sie uns, und erfahren Sie alles über ein Handwerk, das unauslöschlich mit dem Dorf Tupesy und der gesamten Region verwoben ist!
Sie können ebenfalls einen hübschen Keramikartikel auswählen, um sich beispielsweise selber eine Freude zu machen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
www.keramika-denisa.cz
www.tupesy.cz
Ansprechpartner:
Mikroregion Buchlov
Náměstí Svobody 6
687 08 Buchlovice
Tel./Fax.: 572 595 120
E-Mail: obec@buchlovice.cz
Informationszentren:
Tourismusauskunftszentrum Buchlovice
Náměstí Svobody 6
687 08 Buchlovice
Tel./Fax.: 572 595 996
E-Mail: tic@buchlovice.cz
www.archeoskanzen.cz
|